DHP-Newsletter "Erfahrungsberichte"

Hermetik ist keine Theorie, die man sich mal eben aneignen kann und dann lediglich als eine Denksportart verbucht.
Begriffene Hermetik verändert unser Bewusstsein, wir sehen die Welt mit anderen Augen, aus anderen Perspektiven oder mit einer anderen Färbung, wie wir so gerne sagen. Dieses neue Bewusstsein verändert unsere innere Haltung: je nachdem, wo wir vorher standen, wird sich ein neues Bewusstsein in uns ausbreiten. Für den einen bedeutet das, er entwickelt mehr Verständnis für sich und andere, er kann sich besser einfühlen als vorher. Für einen anderen kann es bedeuten, dass er es schafft, den eigenen Selbstwert zu entdecken und sich an seinen Talenten und seiner Einzigartigkeit zu erfreuen. Wieder ein anderer übernimmt die vollständige Verantwortung für sein Leben und erfreut sich daran, dass er seine Machtlosigkeit damit überwunden hat.
Ich könnte ein ganzes Buch mit verschiedenen Erweiterungsmöglichkeiten schreiben! Weil wir alle unterschiedlich sind, gibt es so viele Wege sich zu erweitern, wie es Menschen gibt.

Wer sich mit dem hermetischen Gedankengut beschäftigt und sich bemüht, neue Gedankengänge aus Sicht der hermetischen Prinzipien abzuleiten und herzustellen, der wird auch seine Worte und seine Handlungen verändern. Da unser Geist mit unserer Seele und unserem Körper verbunden ist und eine Einheit bildet, wird sich jede Entwicklung auf allen drei Ebenen auswirken.

Man muss nur wissen, mit welchen Fragen und Aufgaben man sich beschäftigen muss, um eine persönliche Entwicklung in Gang zu bringen. Unser Persönlichkeitsstudium I und II ist gefüllt mit solch dienlichen Fragen und Aufgaben.

Heute möchte ich einige Erfahrungsberichte mit euch teilen. Ich habe einmal vier unserer aktuellen DHP-Schüler des PS II gefragt, welche denn ihre Lieblingsaufgaben im Laufe der Zeit waren. Jeder hat eine Aufgabe genannt, auch wenn alle meinten, dass es diese EINE Aufgabe gar nicht gibt, sondern verschiedene Aufgaben zu den Lieblingsaufgaben gehörten.

Vielleicht hat der eine oder andere Leser von euch Lust, die Wochenaufgaben selbst auszuprobieren. Ich wünsche euch viel Spaß und tolle Erkenntnisse dabei.

Jetzt aber zu den Lieblingsaufgaben:


Michael schreibt:

„Meine schönste Aufgabe war für mich "großzügig zu sein".
Diese Aufgabe habe ich mit Liebe aus ganzem Herzen getan. Offen in alle Richtungen habe ich diese Aufgabe mit vielen Glücksgefühlen erlebt.
Ich habe sofort bemerkt, dass diese Großzügigkeit tausendfach zu mir zurückgekehrt ist. Ob es der Musikant in der Ladenzeile, die vielen Komplimente für die einfachen Dinge, für die Menschen, die mir täglich begegnet sind oder einfach mehr Aufmerksamkeit dem anderen zu zeigen, hat mir sofort die Wärme und Freude des anderen entgegen gebracht.
Dies zu spüren war ein sehr schönes Erlebnis.
Großzügig dem anderen mehr Zeit zu schenken ist gleichermaßen ein Segen für alle, weil sich dann die Herzen geöffnet haben und alle Seelen wie in einem offenen Buch lesen konnten. Diese Aufgabe hat mir nicht nur sehr viel Spaß gemacht, sondern auch die Erkenntnis vermittelt, dieses als festen Bestandteil in mein Leben zu integrieren. Ein nie endender Quell der Freude und Liebe. Danke dafür !!!“

Aufgabenstellung:

In dieser Wochenaufgabe geht es um Großzügigkeit. Großzügigkeit ist ein Ausdruck von innerem Reichtum. Wer geizig ist, ist im Mangel.
Sei eine Woche lang besonders großzügig.
Möglichkeiten und Anregungen zum Großzügigsein:

  • großzügig Zeit geben
  • großzügig Trinkgeld geben
  • großzügig mit sich selbst sein
  • großzügig über die Fehler anderer hinweg sehen
  • großzügig Liebe verschenken usw.

Frederike schreibt:

„Eine Wochenaufgabe, die ich im Themenblock der Entsprechung bekam, gefiel mir besonders. Ich sollte mein Bewusstsein eine Woche darauf lenken, meine Spiegelbilder zu erkennen und die mich spiegelnden Situationen in vier Kategorien einzuteilen.
Die erste Kategorie bestand aus Entsprechungen, die mir gefielen, in die zweite habe ich alle Erlebnisse geordnet, bei denen ich wusste, ich hatte diese bewusst hergestellt, unter die dritte Kategorie fielen die Entsprechungen, die mir nicht gefielen, und die vierte füllte sich mit Entsprechungen, in denen ich mich nicht wiedererkannte.
Zu allererst war ich verblüfft, jeden Tag das wahrzunehmen, was an vielen anderen Tagen genauso passiert, jedoch „unbemerkt“.
Ich habe Situationen erlebt, in denen ich große Anerkennung bekam. Ich habe genossen wahrzunehmen, dass ich mir Zeit für mich nehme, wenn ich sie brauche, und ich habe erlebt, dass ich mich minderwertig gefühlt habe.
Die Besonderheit: ich habe meinen Ist-Zustand wahrgenommen und somit einen Über- und Ausblick über und auf mein Leben erhalten.
Ich habe mal wieder Wertschätzung für mich empfunden durch das Schöne, was ich bewusst wahrgenommen habe, und Mitgefühl anstelle von Verurteilung für Facetten, mit denen ich nicht zufrieden war, dann jedoch, durch das bewusste Wahrnehmen, diese erst richtig wandeln konnte.
Es ist wundervoll, sich selbst zu entdecken und dabei Schatten in Licht zu wandeln und sein eigenes Licht noch heller werden zu lassen. Diese Wochenaufgabe war und ist perfekt dafür.“

Aufgabenstellung:

Achte eine Woche lang auf deine Entsprechungen. Nehme die Situationen, die du erlebst, bewusst wahr, um zu erkennen, worum es dabei für dich geht.
Erstelle eine Liste, in die du die erkannten Entsprechungen einordnest:

  • solche, die dir gefallen.
  • solche, die du bewusst hergestellt hast.
  • solche, die dir nicht gefallen.
  • solche, in denen du dich nicht wiedererkannt hast.

Diese Aufgabe kann dir aufzeigen, wo du in deiner Entwicklung stehst.

Birte schreibt:

„Spontan fällt mir da die "Du-Stimme" ein! Achte in dieser Woche genau auf Deine "Du-Stimme": in welchen Situationen sagt sie was, und was passiert, wenn Du den Anweisungen nicht folgst. Man sollte den Anweisungen immer folgen. Ich war total überrascht, wie oft ich immer noch Dinge tat, obwohl meine Du-Stimme mir sagte, dass das nicht gut sei oder dass ich das eigentlich nicht machen wollte! Ich höre und folge seitdem viel deutlicher meiner inneren Stimme! Das macht mich insgesamt zufriedener, weil ich fast nur noch das tue (soweit es in meinen Möglichkeiten liegt), was ich auch wirklich machen möchte! Beim Meditieren habe ich "tolle Einfälle", die ich dank der Du-Stimme sofort aufschreibe oder, wenn möglich, umsetze!“

Aufgabenstellung:

Durch unsere Du -Stimme kommunizieren unsere geistigen Führer mit uns. Alle Gedanken, die wir in der „DU-Form“ hören, sind nicht unsere Gedanken, sonder die unserer geistigen Führer.
Achte in dieser Woche ganz besonders auf deine Gedanken. Wenn du deine „DU-Stimme“ wahrnimmst, dann lasse dich auf die Hinweise, Botschaften, Anregungen und Anweisungen ein.
Mach dir Notizen, um festzuhalten, welche Erfahrungen du gemacht hast.

Uwe schreibt:

„Das war  ohne Zweifel die Aufgabe, für jeden Kursteilnehmer des PSII die treffenden Einschätzungen, Wertschätzungen und Anregungen zu finden. Diese Aufgabe hat mir nicht nur sehr viel Freude bereitet, sie hat mich auch außerordentlich inspiriert und erweitert.
Einerseits habe ich dadurch erkannt, wie wahrhaftig der von mir so oft verwendete Gruß "Namaste" ist und warum ich gerade von diesem so fasziniert bin. In allen meinen Wertschätzungen und Einschätzungen schimmert die Bedeutung durch, die Gandhi in Namaste sah:
"Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind."
Andererseits ist mir klargeworden, wie sehr wir alle der Liebe des anderen bedürfen. Nicht als Ersatz unserer Selbstliebe, sondern als Ergänzung, da wir uns erst in dem Glanz der Augen der Menschen ganz sehen können, die uns lieben. Als Widerschein des Leuchtens unseres eigenen Herzens.
Dies finde ich sehr deutlich in einem Song von Florence and the Machine, wo Florence Welch in ihrem wundervollen Text singt:
 
"Manchmal habe ich Lust, meine Hände in die Luft zu werfen.
Ich weiß, ich kann mich auf dich verlassen.
Manchmal habe ich Lust zu sagen: "Gott, es ist mir einfach egal!"
Aber du hast die Liebe, die ich brauche, um mich selbst zu erkennen.

Manchmal scheint's so, dass das Geschehene einfach zu hart ist
und Dinge laufen schief, egal was ich tue.
Hin und wieder scheint es so, dass das Leben einfach zu viel ist
Aber du hast die Liebe, die ich brauche, um mir selbst beizustehen."

Diese mich auffangende Liebe sah und sehe ich auch in jedem Kursteilnehmer, aber insbesondere bei Dir und Steffi.

Namaste“

Aufgabenstellung:

Für diese Aufgabe braucht man eine Gruppe, in die man für eine längere Zeit integriert ist – um dann, wenn man alle Teilnehmer gut kennen-gelernt hat, in sich zu gehen und wertschätzende Worte für jeden einzelnen zu finden und auf Papier zu bringen.
Was ihr aber auch OHNE Gruppe machen könnt, ist, den Menschen um euch herum einmal eure Anerkennung auszusprechen für all das, was ihr an ihnen wertschätzt.

Wenn ihr diese vier Wochenaufgaben ausprobieren wollt, dann nehmt euch am besten eine nach der anderen vor. Alle Aufgaben in einer Woche bewusst zu bearbeiten, wird nicht funktionieren. Nur wenn wir unseren Fokus bewusst auf etwas lenken, schöpfen wir diesen Bereich auch bestmöglich aus.
Ich wünsche allen Lesen im Namen des DHP-Teams eine wundervolle Zeit.

Liebe Grüße, Babette Bielke

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